Editorial

  • „Aller guten Dinge sind drei …“
    Daher ist hier das dritte (und hoffentlich letzte) Editorial in Folge zum selben, derzeit wohl onkologisch wichtigsten Thema des Tages:
     

     
    „Schauen Sie sich das an …“,
    und unterstützen Sie die Initiative!
     





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Focus: Big Data in der Onkologie

  • Personalized Medicine – Big Data, Machine Learning, Digitalisierung
    Leben bedeutet Innovation und damit permanentes Abschiednehmen von alten Gewohnheiten. Mit personalisierter Medizin verbinden viele Mediziner in Österreich derzeit noch klassische molekulargenetische Laboratorien mit Pipetten und PCR-Maschinen und damit die Notwendigkeit der Errichtung von Forschungsgebäuden und ausgedehnter wet labs. Physician ...Weiterlesen ...
  • Big Data im Krankenhaus: Digitale Durchdringung – in Österreich ausbaufähig …
    Die Zukunft ist „data-driven“, erklärte kürzlich der Mathematiker Professor Allan Hanbury anlässlich seiner neuen Stiftungsprofessur „Data Intelligence“ an der TU Wien und beschreibt weiter: „Durch die Digitalisierung sind wir mit einer wachsenden Menge an Daten konfrontiert. Wir stehen vor der ...Weiterlesen ...
  • Disruptive Technologien und Arbeitsmarkt

    Digitalisierung als bewältigbare Herausforderung.

    Digitalisierung wird zum Verlust von Arbeitsplätzen führen, aber die Effekte werden sehr wahrscheinlich weniger dramatisch sein als vielfach angenommen.

    Je besser Österreich auf den Strukturwandel durch Digitalisierung vorbereitet ist, desto besser wird er beherrschbar sein.

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  • Digitale Medizin: Chance für höhere Qualität und Effizienz in der Patientenversorgung

    Digitale Technologien werden die Praxis der Medizin fundamental verbessern.

    Telemedizin-Anwendungsfälle bei chronisch Kranken und Patienten mit onkologischen Erkrankungen zeigen, dass durch digital unterstützte Versorgung von Patienten eine deutliche Verbesserung der Behandlungsqualität, Lebensqualität und Versorgungseffizienz erzielt werden kann.

    Die bisherigen Entwicklungen und Erfahrungen sind erst der Anfang – zukünftig wird der Einsatz von Smartphones, Apps und Sensoren sowie die Nutzung von künstlicher Intelligenz völlig neuartige diagnostische und therapeutische Ansätze ermöglichen und die Möglichkeiten ärztlichen Handelns massiv erweitern.

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  • Digitalisierung in der Bildverarbeitung: Künstliche Intelligenz hilft in der Datenflut

    „Machine Learning“ in der Bildgebung ist eines der großen Themen der nahen Zukunft und wird zu einer Verbesserung der Qualität bei der Diagnostik kom­plexer und seltener Erkrankungen beitragen.

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  • Von „big data“ zu „kognitiv“: Transformation des Gesundheitswesens ­mit kognitiven Assistenzsystemen

    Der Begriff Big Data wird verwendet, um sehr große und heterogene Datenmengen zu beschreiben, die mit traditionellen IT-Methoden nicht oder nicht vollständig verarbeitet werden können.

    Kognitive Systeme gehen einen Schritt weiter und helfen, die Komplexität von „big data“ zu meistern. Das System ist lernfähig, merkt sich richtige Ergebnisse und verbessert sich mit jeder Interaktion.

    Das New York Genome Center, die Mayo Clinic und das Memorial Sloan Kettering Cancer Center sind Beispiele für Institutionen, in denen die kognitiven Fähigkeiten des Systems ­Watson für DNA-basierte personalisierte Krebstherapie, für die Auswahl der geeigneten Kohorte einer klinischen Studie oder für Behandlungsempfehlungen trainiert und genutzt werden.

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  • Von Gentests über genomische Sequenzierung zur personalisierten Onkologie

    Status quo: Eine breite molekulargenetische Diagnostik und deren Interpretation im molekularen Tumorboard werden im klinischen Alltag bei onkologischen Patienten selten umgesetzt. Zudem fehlen prospektiv validierte Daten über deren Relevanz. Der diesbezügliche Bedarf wird in zunehmendem Umfang durch Angebote variabler Qualität ohne systematische Analyse der klinischen Daten gedeckt.

    Aufgabe: Zugang zur -omischen Diagnostik im Rahmen nationaler und internationaler Netzwerke und tragfähiger lokaler Kooperationen schaffen.

    Ziel: flächendeckende klinische Anwendung integrativer, multidimensionaler genetischer Befunde mit strukturierter klinischer Dokumentation.

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  • „Science Talk“: Hintergründe und Ziele des NGS-Registers der AGMT

    Es gibt ein großes nationales, aber auch internationales Interesse an Registern wie dem ­„Next-Generation Sequencing“-Register der AGMT, weil eine systematische Erfassung und Dokumentation genetischer Tests bislang nicht üblich ist. Einen Vergleich zwischen ausge­lagerten und institutionellen „Homemade“-Testungen gibt es nicht.

    Interessant ist festzustellen, in welcher Geschwindigkeit sich die Akzeptanz dieses Bereichs entwickelt, ob und wenn ja zu welchem Zeitpunkt Vorschläge der genetischen Testung Eingang in die Behandlung finden.

    Nicht zuletzt sind solche Daten für gesundheits- und wissenschaftspolitische Planungen nicht unerheblich.

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  • Single-cell Sequencing: Mit „big data“ der intratumoralen Heterogenität auf der Spur

    Ergebnisse aus der Grundlagenforschung zeigen, dass Einzelzellsequenzierungsmethoden auf dem Weg sind, in den nächsten Jahrzehnten die Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen zu revolutionieren.

    Weitere Verbesserungen der Technik, Senkung der Kosten sowie die Etablierung von bioinformatischen Laboren sind notwendig, um derartige Methoden Teil der onkologischen Routine werden zu lassen.

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Kongress

  • ASH | Focus Multiples Myelom

    Bei Patienten mit Hochrisiko-Smoldering-Myelom wird in der CESAR-Studie eine aggressive Therapie inklusive Transplantation mit kurativer Absicht verabreicht. Allerdings wird kein ­Kontrollarm mitgeführt, was die Erfolgsbeurteilung einschränkt.

    Bei jüngeren, für die Transplantation geeigneten Patienten wird in der dreiarmigen FORTE-Studie KCd mit KRd mit und ohne Transplantation verglichen. Eine vorläufige Auswertung ­zeigt eine höhere Ansprechrate und Ansprechtiefe (MRDneg) unter KRd.

    Bei älteren, für eine Transplantation nicht geeigneten Patienten konnte in der ALCYONE-­Studie mit Daratumumab plus VMP im Vergleich zu VMP eine signifikante Verbesserung der Ansprechrate und der progressionsfreien Überlebenszeit erzielt werden.

    Bei Patienten mit Hochrisiko-Zytogenetik zeigte ein retrospektiver Vergleich zwischen ­Bortezomib- bzw. Lenalidomid-basierten Protokollen einen deutlichen Vorteil für die ­Proteasominhibitor-Kombination in Bezug auf Gesamtüberleben.

    Bei Patienten mit relapsierter/refraktärer Erkrankung zeigt die finale Auswertung der ASPIRE-Studie mit Carfilzomib nunmehr auch einen überzeugenden Überlebensvorteil.

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  • ASH | Stammzelltransplantation im Focus

    Haplo-SCT („Kinder spenden für ihre Eltern“) – immer bessere und immer mehr valide Daten, lebensrettend, wenn es um Wochen geht, und zumeist sofort verfügbar. u ASCT bei AML: wenn, dann Busulfan/Melphalan – das neue Dream-Team?

    Myelom und MRD: Was eine effiziente Induktionstherapie gefolgt von ASCT leisten kann.

    ASCT bei NHL: Bei Frührezidiv innerhalb von 24 Monaten ein Must und beim ­High-Risk-DLBCL eine Möglichkeit. u Ernährungsstandards in der SCT: Die Transplantation adipöser Patienten.

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  • ASH | Chronische myeloische Leukämie

    Imatinib bleibt ein Standard für die Erstlinientherapie bei CML-Patienten in 1. chronischer Phase und fehlenden Hochrisikoparametern.

    Absetzen von Imatinib am erfolgreichsten nach einer Mindestdauer von ­3 Jahren in MR4.

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  • ASH | Chronische lymphatische Leukämie

    Die ersten randomisierten Daten zur Kombination Venetoclax plus Rituximab aus der MURANO-Studie bei rezidivierten/refraktären CLL-Patienten ergaben eine Reduktion des Progressionsrisikos um 83 % (HR 0,17) gegenüber einer sehr validen Vergleichstherapie mit Bendamustin plus Rituximab.

    Neben dem progressionsfreien Überleben wurde auch das Gesamtüberleben verlängert, und zwar in ähnlicher Weise wie bei der Einführung der CD20-Antikörper.

    Die Ergebnisse werden zu einer Umstellung bisheriger Therapiestandards bei der CLL führen.

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  • ASH | Myeloproliferative Neoplasien

    Neuerungen aus der WHO-Klassifikation 2016 zu Diagnose und Prognose der myelopro­liferativen Neoplasien halten Einzug in die Praxis.

    MYSEC-PM- und MIPSS70-Score ermöglichen eine verbesserte Risikostratifizierung.

    Peginterferon alpha wirkt besser bei früher Anwendung und reduziert den „allelic burden“ signifikant.

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  • ASH | Akute myeloische Leukämie

    Zunehmende Bedeutung von NGS bei Diagnostik, Therapieauswahl und Monitieren der AML.

    Weitere neue Substanzen zur AML-Therapie abseits der klassischen Chemotherapie.

    Erhaltungstherapie neuerlich Thema bei AML.

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  • ASH | Aggressive Lymphome

    Interessant am ASH 2017 bei aggressiven Lymphomen: Daten zur prognostischen Relevanz PET-assoziierter Parameter, Neues zur Therapie aggressiver Lymphome im Frühstadium, offene Fragen zu Rituximab beim primären ZNS-Lymphom, Therapieoptimierung beim Burkitt-Lymphom und als Ultima Ratio die CAR-T-Zell-Therapie mit ersten FDA-Zulassungen bei DLBCL.

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  • ASH | Indolente Lymphome

    Follikuläres Lymphom: Rituximab-Erhaltung effektiv und sicher nach Chemoimmuntherapie, auch nach BR.

    Mantelzell-Lymphom: Ibrutinib im Rezidiv höchst effektiv; je früher, desto besser. Selektivere BTK-Inhibitoren in Testung.

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  • SABCS | Highlights vom San-Antonio-Breast-Cancer-Symposium 2017

    „Science News“ vom San-Antonio-Breast-Cancer-Symposium (SABCS) wurden von Univ.-Prof. Dr. Günther Steger als Livebericht moderiert und sind auf der Homepage der ABCSG als Video verfügbar. https://www.abcsg.org/sabcs-2017-summary-days/

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  • SABCS | MONALEESA-7: Überlegenheit von Ribociclib bei prämenopausalen Frauen

    Mit MONALEESA-7 hat erstmals eine Phase-III-Studie den klinischen Benefit von Ribociclib in prä- und perimenopausalen Frauen mit HR-positivem, HER2-negativem fortgeschrittenem Mammakarzinom untersucht.

    Das progressionsfreie Überleben betrug im Ribociclib-Arm 23,8 Monate im Vergleich zu 13,0 Monaten im Placebo-Arm.

    Die klinische Benefitrate war bei Patientinnen mit messbarer Krankheit unter Ribociclib-Therapie signifikant höher als bei Placebogabe.

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Panorama

  • Wie behandle ich Patienten mit hohem Risiko und/oder Komorbiditäten beim Nierenzellkarzinom?

    Bei Patienten mit nichtmetastasiertem und metastasiertem Nierenzellkarzinom kann anhand von Risikoscores die Wahrscheinlichkeit eines rezidivfreien Überlebens abgeschätzt werden.

    Adjuvante Therapiestudien mit Tyrosinkinasehemmer bei Patienten mit hohem Rezidivrisiko haben mit Ausnahme von Sunitinib (S-TRAC) zu keiner Verbesserung des rezidivfreien ­Überlebens geführt. Daten zur Überlebenszeit nach adjuvanter Therapie liegen noch nicht vor.

    Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom und intermediärem oder ungünstigem ­Risikoprofil haben eine deutlich verminderte Überlebenszeit.

    In der Erstlinientherapie bei Patienten mit intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil hat sich die Kombination von Ipilimumab und Nivolumab gegenüber Sunitinib als überlegen gezeigt bezüglich Ansprechens, progressionsfreien Überlebens (PFS) und Gesamtüberleben (OS).*

    In der Erstlinientherapie bei Patienten mit intermediärem oder ungünstigem Risikoprofil hat ­sich Cabozantinib gegenüber Sunitinib als überlegen gezeigt bezüglich Ansprechen und PFS, im OS zeigte sich nur ein Trend zugunsten von Cabozantinib.* noch nicht von der Europäischen Kommission in der Erstlinie zugelassen (Stand 12/2017)

    * noch nicht von der Europäischen Kommission in der Erstlinie zugelassen (Stand 12/2017)

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  • DOAK bei tumorassoziierten venösen Thromboembolien

    Hokusai-VTE-Cancer-Studie: Das DOAK Edoxaban (orale Gabe) zeigt in der Behandlung tumor­assoziierter venöser Thromboembolien (VTE) gegenüber der Standardtherapie mit dem niedermolekularen Heparin Dalteparin (subkutane Gabe) Nichtunterlegenheit.

    Laut Expertenmeinung von Univ.-Prof. Dr. Ingrid Pabinger-Fasching könnten Patienten mit tumorassoziierter Thrombose mit DOAK (Edoxaban) behandelt werden, was für die Lebensqualität der Patienten von Bedeutung ist. Das erhöhte Risiko von gastrointestinalen Blutungen ist aber in Betracht zu ziehen und sollte in die Beratung und Entscheidung einfließen.

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Molekulares Tumorboard

  • Fallpräsentation BRAF-mutiertes nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom

    Ein „molekulares Tumorboard“ lotet Möglichkeiten aus, wie weit sich wissenschaftliche Erkenntnisse auf molekularer Ebene in den klinischen Alltag und damit in die konkrete Behandlungssituation von Patienten übersetzen lassen. Idealerweise erschöpft sich ein molekulares Tumorboard nicht darin, dass der Kliniker seinen Fall präsentiert und der Grundlagenforscher die Mutation, sondern es sollen im gegenseitigen Austausch Anamnese und Vortherapien in Relation zu den Mutationen und ihrer klinischen Evidenz gestellt werden. Diesem Konzept entsprechend wird in ­SPECTRUM ONKOLOGIE regelmäßig ein interessantes Fallbeispiel einer wichtigen Tumorentität präsentiert. Relevante molekulare Aspekte und Fragestellungen werden von unserem Tumorboard diskutiert und kommentiert.

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Immunonkologie

  • Immunonkologische Ansätze beim Mammakarzinom

    PD-1- und PD-L1-Inhibitoren sind seit mehreren Jahren für die Behandlung diversester Tumoren zugelassen und führten zu einer signifikanten Verbesserung des Outcomes vieler TumorpatientInnen.

    Vor allem bei Patientinnen mit triple-negativen Mammakarzinomen konnten mittels Checkpoint­inhibitoren in Kombination mit Chemotherapie hohe Raten an pathologischen Komplettremis­sionen im neoadjuvanten sowie hohe Ansprechraten im metastasierten Setting erzielt werden.

    Die zukünftige Identifikation von prädiktiven Biomarkern für eine zuverlässige Patientenselektion ist essenziell.

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